Die Wirkung von Cannabis

Die Wirkung, die beim Konsum von Cannabis hervorgerufen wird kann sehr unterschiedlich sein. Differenzen zeigen sich in Gefühl und Entwicklung. Das heißt, dass jede Cannabis-Sorte ein anderes Gefühl bei uns aktiviert und auch der Verlauf des „High Seins“ von Konsument zu Konsument unterschiedlich ist. Hier spielen natürlich verschiedene Faktoren eine Rolle:

  • Welche Menge ist angebracht?
  • Wie konsumiere ich?
  • Welche Erwartungen habe ich als Konsument?

Das alles sind wichtige Punkte, die berücksichtigt werden müssen. Je nach Wahl des Cannabis, der dazugehörigen Hilfsmittel oder des mentalen Zustandes der Person kann ein abwechslungsreiches Gefühl bewirkt werden. Hier ist die Menge von großer Bedeutung. Je mehr Cannabis ich konsumiere, desto stärker wirkt es auf mich, meinen Körper und meinen Geist. Während regelmäßige Konsumenten mehrere Gramm täglich konsumieren können und sich dabei wunderbar fühlen, klagen meist Gelegenheits- oder Erstkonsumenten über Übelkeit und/oder Schwindel. Wir empfehlen daher ungeübten Verbrauchern einen leichten Einstieg mit wenigen Zehntelgramm. Die Wahl der Sorte und ob Indica oder Sativa ist hier eher nebensächlich.

Der Rauschzustand

Cannabis budWenn man Cannabis konsumiert, wird man von einem vollkommen subjektiven Rausch umgeben. Das liegt teilweise an den zwei verschiedenen Wirkungsweisen von Marihuana. Erfahrene Konsumenten unterscheiden oft zwischen zwei Gefühlen. Die Rauschwirkung kann uns „high“ machen oder „breit und stoned“. Diese Gefühlsregungen hängen meist von der Sorte ab. Eine Cannabis-Sorte, die uns high macht, löst meist euphorische Emotionen aus. Hier spricht man dann von einer Sativa-Sorte. Es fällt einem leicht, kleinen Tätigkeiten nachzugehen, aktiv zu werden oder die Kreativität spielen zu lassen. Eine Cannabis-Sorte, die breit oder stoned macht, ist meist sehr indica-lastig. Sie bewirkt häufig, dass wir uns extrem entspannt fühlen oder sogar müde werden. Und trotzdem ist man derweil guter Dinge und man genießt einfach den Moment.

Sehr ausgeprägt ist bei beiden Sorten unsere Sinneserweiterung. Wir riechen, schmecken, hören und fühlen Alles viel intensiver. Ein weiterer positiver Aspekt ist auch, dass sich unser Gemeinschaftsgefühl sehr stärkt. Das Cannabis wirkt hier friedliebend und beruhigend. Es macht uns lustig und freundlich. Ja gar so, als hätte man Jeden gern. Neben all den positiven Facetten können jedoch auch negative EffekteCannabis Rausch auftreten. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass sich ein Cannabis-Konsument nach dem Rauchen gar nicht mehr so gut fühlt. Zu solch negativen Gefühlsregungen kommt es meist durch zu große Mengen an Cannabis oder einem schon vorherigen Unwohlsein. Bitte beachtet an dieser Stelle, dass es wichtig ist, dass man sich vor dem Konsum gut, munter und ausgeglichen fühlt. Ist dies nicht der Fall kann es unter Umständen zu einem so genannten „Horrortrip“ kommen. Hier werden dann oft Angstgedanken ausgelöst, die sich dann meist zusätzlich verstärken. Solch eine Situation ist allerdings zu vermeiden, indem man Risiken früh erkennt. Das heißt, dass man am Besten den Konsum von Cannabis bleiben lässt, wenn man sich in einer instabilen Verfassung befindet, deprimiert ist oder mit Ängsten kämpft. Fühlt ihr euch hingegen gut und psychisch stabil, so steht eurem Erlebnis Nichts im Wege.

Wirkungen und Ursachen bedingen sich selbst

Es folgen nun dokumentierte Wirkungen, die beim Konsum von Cannabis in den meisten Fällen eintreten. Außerdem möchte ich euch Faktoren zeigen, welche für die Wirkung von Cannabis entscheidend sind:

  • Die subjektiven Erwartungen der Person (der Zwang, unbedingt „high“ zu werden, kann die Wirkung stark beeinflussen)
  • Wie viel und welche Sorte Cannabis konsumiert wird
  • Wie viel THC-Gehalt sich in der konsumierten Sorte Cannabis befindet
  • Auf welche Art das Cannabis konsumiert wird (Joint, Pfeife, Bong, Nahrungsmittel, Vaporizer)
  • In welcher Umgebung sich der Konsument befindet (bequeme Orte fördern das Gefühl der Müdigkeit, vertraute Orte geben Sicherheit)

Positive Wirkungen von Cannabis

  1. Intensiveres Fühlen – Der Konsument erlebt häufig ein sehr starkes Erlebnis, sobald die Sinne beansprucht werden. Insbesondere sexuelle Handlungen fühlen sich viel intensiver an.
  2. Sinneserweiterung – Dem Konsumenten fällt es meist schwer, sich auf mehrere Gedanken gleichzeitig zu konzentrieren. Doch das ist nicht schlimm. Es kommt hier also zur Sinneserweiterung. Ein Gedanke kann weit verfolgt werden, neue Ideen werden gefunden und der Gedanke wird aus allen Perspektiven betrachtet. Starke Gedankensprünge sind üblich, sobald der Konsument abgelenkt wird. Tipp: Notiert euch eure Gedanken. Durchbrüche in Biologie, Chemie, Physik und Psychologie konnten von berühmten Persönlichkeiten gemacht werden, nachdem sie Cannabis konsumierten. Auch bekannte Musikgrößen greifen immer wieder gerne auf Marihuana als Kreativitätsspender zurück.Cannabis Wirkung
  3. Gedächtnis – Das Kurzzeitgedächtnis wird extrem gestört, weshalb der Konsument erlebtes schnell wieder vergisst. Doch auch das ist nichts Schlechts. Meist wird von einem Zeitraum der letzten fünf Minuten geredet, jedoch kann es vorkommen, dass bereits der zuletzt gedachte Gedanken verschwindet. Dies kann zu intensiven Lachflashs führen, sofern man dies mit Humor nimmt.
  4. Wahrnehmung – Die Zeit verstreicht oft langsamer und nebensächliche Warnehmungen rücken in den Vordergrund. Dinge, die im normalen Zustand uninteressant erscheinen, werden interessant. Das heißt, der Konsument weist oftmals euphorisch auf solche Nebensächlichkeiten hin, worauf die Euphorie auf die Mitkonsumenten übertragen wird. Tipp: Ein toller Zeitvertreib ist Wolkengucken. Aus einer Wolke werden ganz schnell hunderte und man findet Tiere und Fabelwesen. Generell ist der Konsum von Cannabis im Freien und in der Natur sehr empfehlenswert.
  5. Körper – Das Herz schlägt schneller, weshalb Menschen mit Bluthochdruck sehr vorsichtig beim Konsum von Cannabis sein sollten. In den meisten Fällen breitet sich eine wohlfühlende Wärme im Körper aus, die Muskeln entspannen sich und ein Gefühl der Leichtigkeit tritt ein. Bewegungen vom Konsumenten laufen langsamer ab und werden intensiver wahrgenommen.
  6. Kommunikation – Das Gefühl der Leichtigkeit übertragt sich auch auf das kommunikative Verhalten. „Lachflashs“ über die einfachsten Sachen können sich oft über mehrere Minuten hinziehen. Auch die Kommunikation unter den Konsumenten verändert sich. Alles wird als angenehmer empfunden, negative Gedanken werden verdrängt.

Negative Wirkungen von Cannabis

  1. Körper – Wie schon erwähnt, beschleunigt sich der Herzschlag des Konsumenten. Das kann zu lsd-tripeinem Kreislaufkollaps führen. Dieser tritt oft bei Erstkonsumenten auf, die eine zu hohe Menge an Cannabis konsumieren. Auch Schwindel und Übelkeit können ein Anzeichen von überhöhtem Konsum sein. Diese treten allerdings meist bei qualitativ minderwertigem Cannabis auf. (Gestrecktes Cannabis)
  2. Wahrnehmung – Durch die intensivere Wahrnehmung werden Einbildungen und Halluzinationen gefördert. Diese wirken teils abschreckend, teils beängstigend, da der Konsument keine Kontrolle mehr über seine Wahrnehmung hat.
  3. Vergesslichkeit – Dass das Gedächtnis beeinflusst wird, empfindet nicht jeder Konsument als angenehm. Hat der Konsument das Gefühl, etwas wichtiges vergessen zu haben, kann sich das schnell in eine Panik steigern. Auf keinen Fall sollte Cannabis vor Prüfungen, Arbeiten oder anderen wichtigen Situationen des Lebens konsumiert werden, wenn die Beeinflussung des Gedächtnis negative Folgen auf den Konsumenten hat.
  4. Fühlen – Anstatt von Glücksgefühlen und Euphorie können Angst, Panikgefühle und andere negative Gedanken verstärkt werden. Steigert der Konsument sich in diese hinein, kann es zu einem „Horrortrip“ kommen, der dem Konsumenten Angst einflöst. Oftmals entstehen Angstgedanken in Verbindung damit, dass der Konsument etwas Illegales zu sich genommen hat und harte Strafen drohen. Tipp: Lenkt euch in solch einer Situation ab oder lasst euch von anderen ablenken. Es rauchen mehr Menschen Cannabis, als es oftmals in den Medien dargestellt wird, also kein Grund zur Sorge.
  5. Gedanken – Durch die Gedankensprünge entsteht ein heilloses Durcheinander im Kopf des Konsumenten. Meist verstärkt sich dieses Gefühl, sobald beim Konsumenten klare Gedanken gefragt sind, dieser aber keinen klaren Gedanken fassen kann. Tipp: Es ist nicht immer empfehlenswert, überall zu rauchen. Schafft euch auf jeden Fall ein ruhiges Umfeld und stellt sicher, dass ihr die Wirkung voll genießen können.

Wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass es äußerst selten zu solch negativen Auswirkungen kommt. Und selbst, wenn es euch einmal nicht so gut gehen sollte, denkt immer daran, dass es vorübergeht. Trinkt viel Wasser und esst Etwas. Das macht euch schnell wieder fit. Jeder kann solche negativen Erfahrungen vermeiden, indem er sich vorher ausreichend informiert und auf sich selbst und seinen Körper achtet.